Südkurier 28.04.2008
Großeinsatz
am Tunnel
Alarmübung: 300 Einsatzkräfte proben bei Rötenbach Ernstfall nach
fiktivem Zugunglück

Jäh gestoppt wurde gestern bei der Alarmübung
der Einsatzkräfte des Hochschwarzwalds der Zug beim Südportal
des Kapftunnels nahe Rötenbach durch umgestürzte Bäume.
Rund 300 Einsatzkräfte probten hier das Zusammenspiel der
einzelnen Organisationen. Bild: Gerold Bächle
Rötenbach (pb) Realistisch wurde in den frühen
Morgenstunden des gestrigen Sonntags ein Großeinsatz von über
300 Einsatzkräften aus den verschiedenen Bereichen am "Kapftunnel" zwischen
Rötenbach und Neustadt durchgeführt. Ein Szenario, welches
den Hochschwarzwald in Atem hielt, gezieltes schnelles "Hand
in Hand handeln" verlangte und den Rettungskräften in
dem unwegsamen Gelände oberhalb der Rötenbachschlucht
alles abverlangte. Um den Zugverkehr so wenig wie möglich
zu behindern wurde mit der Großübung bereits vor 6 Uhr
begonnen. Für die Statisten war das Aufstehen noch früher
geplant, denn die 50 Komparsen wurden vom DRK realistisch geschminkt,
so dass die Szene der vielen Verletzten im Zug, im Auto und auch
die "Schockversprengten" in der umliegenden Waldregion
naturgetreuer nicht sein konnten.
Als Ausgangslage wurde
angenommen, dass der Triebwagen aus Löffingen
kommend auf mehrere umgestürzte Bäume nach dem Verlassen
des 203 Meter langen "Kapftunnels" prallt. Im Zug befanden
sich zirka 50 Fahrgäste, darunter auch Kinder. Einige Fahrgäste
werden schwer verletzt. Der schwerverletzte Zugführer konnte
noch den Notruf einleiten. Einige Fahrgäste verlassen unter
Schock den Zug und irren im schwer zugänglichen Waldgebiet
oberhalb des Südportals und im Bereich der Rötenbachschlucht
umher. Erschwerend kam hinzu, dass die Anfahrtswege zur Unfallstelle
von umstürzenden Bäumen versperrt waren und zwei Waldarbeiter
in ihrem Fahrzeug von einem Baum schwer getroffen wurden. Dieses
Fahrzeug blockierte zusätzliche eine wichtige Zufahrtsstraße.
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