26. Juni 2008
Hochschwarzwaldkurier
Wussten Sie schon.............
...dass die Dreiseenbahn von Titisee nach Schluchsee zur Museumsbahn werden soll. Auf diese Weise will die Interessengemeinschaft IG Dreiseenbahn die Bahnstrecke dauerhaft vor der gefürchteten Schließung retten. Eine entsprechende Initiative findet sowohl die Unterstützung der Hochschwarzwälder Bürgermeister, als auch des europäischen Förderprogrammes LEADER. Die Idee klingt einleuchtend: Wenn es erst einmal gelingt, die Dreiseenbahn zu einer Museumsbahn umzuwidmen, dann kann der tägliche Zugverkehr dort aufrecht erhalten werden, obendrein können spezielle touristische Bahnangebote auf dieser Strecke realisiert werden. Deshalb strebt die IG Dreiseenbahn nun die Sanierung des Bahnhofsgeländes und die Errichtung von Anlagen für den Museumsbetrieb an, finanziert durch Mittel aus dem LEADER-Förderprogramm. Zum Auftakt und um die Idee einer möglichst breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, veranstaltet die IG Dreiseenbahn gemeinsam mit den Hochschwarzwald-gemeinden am Wochen ende, 9. und 10. August, Dampfsonderfahrten auf den Strecken der Dreiseenbahn und der Höllentalbahn. Besondere Informationen und ein Empfang für politische Mandatsträger und Wirtschaftsakteure aus der Region sind am Samstag, 9. August, am Bahnhof Schluchsee-Seebrugg geplant. (row)

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Südkurier Hochschwarzwald 14.06.2008


Ab 2011 soll Museumsbahn dampfen
VON ANGELE KERDRAON
Der Hochschwarzwald könnte schon bald um eine touristische Attraktion reicher sein: Schon sehr konkret sind die Pläne des Vereins "IG 3-Seenbahn" und den zehn touristischen Hochschwarzwaldgemeinden, mit einer Museumsbahn die legendäre "Dreiseenbahn", die 1926 eröffnet wurde, wieder aufleben zu lassen.

Hochschwarzwald - Spätestens in drei Jahren werden die fauchenden und Rauch ausstoßenden Lokomotiven wieder, ähnlich wie die Sauschwänzlebahn in Blumberg, regelmäßig nostalgiebegeisterte Zuggäste wie in alten Zeiten durch die Landschaft befördern. "Bereits am 8. und 10. August geht es bei Sonderfahrten von Hinterzarten bis Seebrugg und von Löffingen nach Seebrugg mit einem Dampfsonderzug mit Volldampf voraus", verriet Jens Reichelt, 32-jähriger Betriebswirt und erster Vorsitzender der IG 3-Seenbahn im SÜDKURIER-Gespräch. "Es ist einfach toll, dass wir die zehn Gemeinden Hinterzarten, Titisee-Neustadt, Schluchsee, Feldberg, Breitnau, Lenzkirch, Eisenbach, Friedenweiler. St. Märgen und Löffingen im Bürgermeistersprengel für diese Idee begeistern konnten", freut sich Reichelt.

Für das Projekt, bei dem auch die Sanierung des gesamten Bahnhofgeländes in Seebrugg und die Einrichtung der Anlagen nötig ist, die für den Museumsbetrieb notwendig sind, wurden außerdem bei der Leader-Geschäftsstelle Südschwarzwald Anträge zur Förderung eingereicht. "Die Aussichten sind gut, dass wir aus dieser Quelle Fördergelder erhalten", zeigt sich Reichelt begeistert, "zumal die Bahn die Tourismusregion verbindet und zur Stärkung der öffentlichen Verkehrsituation im Hochschwarzwald beiträgt." Hinzu kommt, dass die Einbindung verschiedener Unternehmen aus der Wirtschaft neben dem touristischen auch den wirtschaftlichen Nutzen erkennen lassen. "Ganz wichtig war auch, dass wir für den Gleisabbau bei Seebrugg einen Baustopp erreichen konnten", sagt er weiter.

Kerdraon
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