Die
deutsche Reichsbahngesellschaft setzte sich 1930 für eine
Entwicklung und den Probebetrieb für 50Hz Lokomotiven ein.
Für den Probebetrieb wollte man die Kosten niedrig halten, und
man suchte eine kleine Strecke, die 1.vom bisherigen Elektrischen
Netz getrennt wäre, die 2.keine leichten Bedingungen für
den Betrieb stellten, und 3. die stark geneigt und kleine Gleisradien
hätte.
Man
entscheid sich für die Höllentalbahn. 1934 begann
man mit der Verkabelung. Es mussten umfangreiche Anpassungsarbeiten
durchgeführt werden. Die Strecke zwischen Himmelreich und Hinterzarten
bestand eigentlich nur aus Kurven und Bogen. Sie wurden verflacht
und längere Bogen
eingebaut.
Dazu waren erneut viele Felsspengungen und Erdarbeiten nötig.
In den Tunnels wurden Gleissenkungen vorgenommen. Brückenprofile
wurden verändert und die Zahnstange wurde ausgebaut.
Durch diese großen Veränderungen betrug die Bauzeit 1 ½ Jahre.
Für
den 50 Hz Betrieb wurde in Titisee ein Unterwerk errichtet um den leistungsmäßig
hohen Beanspruchungen genügen zu
können.
Den auftretenden Spannungsabfällen entgegen zu wirken wurde die
Fahrdrahtspannung von regulär 15 kV auf 20 kV erhöht.
Die verwendeten Stahlgittermasten für Fahrdraht und Einspeisung,
wurden aus Gründen des Landschaftsschutzes an die Bergseite gestellt
und den Farbton passte man der Umgebung an, damit das Landschaftsbild
nicht gestört wurde. Eine aus heutiger Sicht weit blickende Entscheidung.
Im Jahr 1954/56 wurde die
Rheintalstrecke mit 15kV 16 2/3 Hz elektrifiziert. Dies führte dazu, dass in Freiburg Brg. Hbf zwei verschiedene Stromsysteme
zusammentrafen. Fünf Bahnsteige mit 16 2/3 Hz und drei mit 50Hz
Betrieb.
Am 20 Mai 1960 wurde die Höllentalbahn und die Dreiseenbahn auf
15kV und 16 2/3 Hz umgestellt. Dabei übernahm das Unterwerk in Freiburg
die Einspeisung und das Unterwerk in Titisee für 50Hz wurde nicht
mehr benötigt.
Heute würde warscheinlich
die Entscheidung für den 50Hz Betrieb fallen, denn die Elektronik und
Steuerung bietet ganz andere Möglichkeiten als 1930. Die Modernen E-Loks
und ICE fahren bereits mit Drehstrom.
1934 Anlieferung der Transformatoren in Titisee
20 kV Schaltanlage in Titisee 1937
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